Therapeuten sind unterschiedlich wirksam. Was liegt dem zugrunde? Bislang vorliegende empirische Studien sprechen dafür, dass es entscheidend ist, wie gut es uns gelingt, mit feindseligen Interaktionen (mit Spannungen und Krisen in der Therapiebeziehung hier mehr dazu Link) umzugehen. Eine große Rolle scheinen auch die interpersonellen Fähigkeiten zu spielen, d.h. inwieweit wir generell auf ein bestimmtes Maß an Fähigkeiten, wie z.B. Empathie, Emotionsausdruck, Wärme, zurückgreifen können.
Wir entwickelten eine deutsche Version des Facilitative-Interpersonal-Skills-Test (FIS, Anderson et al. 2009; Gumz et al., 2020). In diesem Test reagieren Therapeuten verbal auf herausfordernde Äußerungen von Patienten (Videoclips).
Wir befassen uns damit, wie sich interpersonelle Fähigkeiten messen und trainieren lassen, wie Kontakt individuelle Persönlichkeitsmerkmale und biograpische Erfahrungen mit den interpersonellen Fähigkeiten zusammenhängen, inwieweit Therapeuten zur Selbstüberschätzung ihrer interpersonellen Fähigkeiten neigen und durch welche sprachlichen und stimmlichen Merkmale hohe interpersonelle Fähigkeiten gekennzeichnet sind.