Mit Spannungen und Krisen in der Therapiebeziehung kompetent(er) umgehen
Fallbesprechung und Intervision auf Basis des Modifizierten Allianzfokussierten Trainings mit Doppeln (MAFT-D)
An wen richtet sich der Workshop?
Der Workshop richtet sich an approbierte Therapeuten aller Richtlinienverfahren, die Interesse haben, sich mit diesem praxisrelevanten Thema in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre spielerisch auseinanderzusetzen und sich dabei persönlich einzubringen. Der Workshop richtet sich primär an erfahrene Kollegen, die therapeutische Beziehungsgestaltung emotional und interaktiv erspüren und neue Möglichkeiten im Umgang mit schwierigen Beziehungsmomenten ausloten möchten.
Was passiert im Workshop?
Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung entstehen in fast jeder Therapiesitzung – etwa in Form von Rückzug, Gereiztheit, Kritik oder einem Verlust emotionaler Verbundenheit.
Wir Therapeuten reagieren in solchen Situationen nicht selten selbst subtil feindselig und bringen dabei eigene Beziehungserfahrungen, Vulnerabilitäten und Bedürfnisse in die therapeutische Beziehung ein. Vielen Therapeuten fällt es schwer, gemeinsam auszuhalten und anzuerkennen, dass etwas gerade schwierig oder unverständlich ist.
Einführend werden theoretische Grundlagen zu Gegenübertragung, Alliance Ruptures, emotionaler Verbundenheit und Resonanz vermittelt sowie zu Indikatoren von Spannungen und Krisen und verschiedenen Techniken im Umgang mit ihnen. Wir erspüren gemeinsam anhand Ihrer Fallbeispiele in Rollenspielen die Beziehungsmuster, die sich reinszeniert haben und erproben unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten.
Arbeit mit eigenen Fällen
Bitte bringen Sie ein eigenes Fallbeispiel mit. Alles ist hierbei willkommen – minimale Spannungen bis hin zu heftigen Krisen. Optimalerweise ist es ein laufender Fall, damit Sie möglichst gut profitieren. Aber auch Fälle, die Sie rückwirkend beschäftigen, können wir uns gern anschauen. Wählen Sie gern einen Fall aus, den Sie emotional persönlich als schwierig erleben.
Ihre therapeutische Arbeit wird dabei nicht bewertet. Im Zentrum stehen das gemeinsame Verstehen von Beziehungsmustern und das Erweitern therapeutischer Handlungsmöglichkeiten.
Für jeden Fall stehen etwa 45 Minuten zur Verfügung.
Rahmen
Wir arbeiten intensiv zusammen in einer Gruppe mit maximal 10 Personen.
Wir nehmen Gefühle und innere Spannungen, die unmittelbar im Hier und Jetzt entstehen, achtsam und neugierig wahr, ohne sie zu bewerten. Zentral ist eine Gruppenkultur, in der wir uns authentisch, offen und auf Augenhöhe über das im Hier und Jetzt Erlebte austauschen.
Rückmeldung ehemaliger Teilnehmerinnen:
“Ich denke immer wieder mit Hochachtung und Dankbarkeit an das Seminar mit Ihnen in Leipzig im November. Es war für mich in fachlicher und persönlicher Hinsicht sehr bereichernd, unterstützend und hilfreich.”
“Es war ganz hervorragend. Authentisch, persönlich und sehr kompetent. Eine große Bereicherung! Die Veranstaltung war klasse! Weil unglaublich hilfreich in konkreten Beispielen für meine therapeutische Arbeit!”
Nächster Workshop: 27.–28. November 2026
Ort: Leipzig
Gebühr: 515 Euro (inkl. Pausengetränke und Snacks)
Die Veranstaltung wird mit 21 Fortbildungspunkten akkreditiert.
Anmeldung: kontakt@agumz.de
Weiterführende Literatur zum Download
• Modifiziertes Allianz-Fokussiertes Training mit Doppeln: ein Fallbeispiel
• »Unlösbare« Konflikte in der Psychotherapie und deren Befriedung